Gottesdienst in der Reithalle – Dankbarkeit, Gemeinschaft und Segen

Ein Jahr nach dem 100-jährigen Jubiläum des Reitvereins Eggenstein wurde erneut die Reithalle zum besonderen Ort der Begegnung: Mehr als 80 Menschen machten sich trotz des ungemütlich-herbstlichen Wetters auf den Weg, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor aus dem Kooperationsraum südliche Hardt. Unter der Leitung von Carla Schmid begleiteten Bläserinnen und Bläser aus Eggenstein, Leopoldshafen und Neureut-Kirchfeld die Feier und ließen mit ihren Klängen Loblieder aus verschiedenen Jahrhunderten erklingen.

Pfarrerin Andrea Schweizer knüpfte in ihrer Predigt an die gerade zurückliegende Erntedankzeit an und lud dazu ein, noch einmal bewusst auf die Fülle zu schauen, für die wir dankbar sein dürfen. Ausgehend von der biblischen Geschichte von der Speisung der Viertausend (Markus 8,1–9) ermutigte sie die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher zu einem Perspektivwechsel angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Unter dem Leitgedanken „Danken macht das Leben reich“ wurde deutlich, wie sehr Dankbarkeit unseren Blick auf das Leben verändern kann.

Auch das Geben und Nehmen, das Anteilnehmen am Leben anderer und das Teilen miteinander, waren wichtige Gedanken der Predigt. Sie machen unser Zusammenleben menschlicher und stärken die Gemeinschaft. Den Abschluss bildete die vertrauensvolle Erkenntnis: „An Gottes Segen ist alles gelegen.“ Gott schenkt uns seinen Segen reichlich und großzügig.

Beschwingt von der Musik und den gemeinsam gesungenen Liedern blieben viele im Anschluss noch zusammen. Bei Brezeln und Sekt sowie Hefezopf und Kuchen, die der Reitverein Eggenstein für alle vorbereitet hatte, ergaben sich zahlreiche schöne Begegnungen und Gespräche.

Nach einer kurzen Umbaupause wurde es auf dem Reitplatz noch einmal besonders: Die Pferde und ihre Reiterinnen und Reiter wurden im Rahmen einer kleinen Segensliturgie gesegnet. Mit einem persönlichen Segenszuspruch wurde jedem Pferd und jedem Menschen Gottes Begleitung zugesprochen. Auch die anwesenden Hunde und ihre Besitzerinnen und Besitzer wurden in den Segen eingeschlossen.

So wurde es ein rundum gelungener Tag, der Glaube, Dankbarkeit, Tierliebe und Gemeinschaft auf besondere Weise miteinander verband. Die herzliche Atmosphäre und die vielen Begegnungen machten deutlich, wie wertvoll solche gemeinsamen Momente sind.

Eine schöne Tradition, die weiterwachsen darf – und auf die wir uns schon heute freuen!