Kirche des Monats April 2026 ist in Eggenstein

Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) hat die Kirche St. Vitus und Modestus in Eggenstein zur Kirche des Monats April gekürt. Damit verbunden ist eine Fördersumme von 30.000 Euro zur Sanierung der mittelalterlichen Kirche. Evangelische Kirche St. Vitus und Modestus in Eggenstein.

Die Dorfkirche im badischen Eggenstein St. Vitus und Modestus ist üblicherweise eine Offene Kirche. Doch derzeit können dort nur Gottesdienste stattfinden, denn das Bauwerk muss saniert werden und ist komplett eingerüstet. Die mittelalterlichen Natursteine und der historische Putz, ebenso wie die Holzfenster an Haupt- und Seitenschiff müssen instandgesetzt werden. Knapp 720.000 Euro muss die Gemeinde dafür aufbringen. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) fördert das Vorhaben, eine Projektspende inklusive, mit 30.000 Euro.

Im Mai soll bereits der zweite Bauabschnitt beginnen: Zuvor wurden das Dach und die Fassade von Turm und Kirchenschiff baulich saniert. „Der Slogan ‚Weil Glauben ein Zuhause braucht‘, mit dem man um Spenden für die bisherigen Maßnahmen geworben hat, gilt noch immer“, sagt Pfarrerin Andrea Schweizer und fügt hinzu: „Die Kirche gehört mitten in unser Leben, viele Menschen haben biografische Verbindungen zu ihr. Daher sind sie auch bereit zu spenden.“

St. Vitus und Modestus ist das älteste Gebäude in Eggenstein. Seine Geschichte reicht tief in das Mittelalter. Die ältesten bis heute erhaltenen Gebäudeteile, der gotische Chor und der Westturm, stammen aus der Zeit um 1500. Evangelisch wurde die Dorfkirche im Jahr 1556, als Karl von Baden-Durlach die Reformation in der Markgrafschaft einführte. Die aus der Erbauungszeit stammenden Fresken im Chor zeigen auch die Geschichte des Heiligen Vitus und Modestus, dem Namensgeber der Kirche. Die kostbaren Malereien wurden Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und sorgfältig restauriert.

„In dieser Kirche verdichten sich Leben, Glauben und Geschichte“, sagt Andrea Schweizer, „und deshalb wollen hier alle, dass sie noch lange erhalten bleibt“.
Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) ist eine Stiftung der EKD und der evangelischen Landeskirchen. Seit 1999 hat sie Zusagen für Sanierungsvorhaben in Höhe von mehr als 42 Millionen Euro geben können. Für dieses Jahr sind bislang Förderzusagen von 1,3 Millionen Euro vorgesehen. 3.400 Mitglieder engagieren sich bundesweit im „Förderverein der Stiftung KiBa e. V.“ Weitere Informationen: www.stiftung-kiba.de

Beitrag teilen